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Demonstration: Wissen schafft Zukunft – Hochschulen ausfinanzieren!

Wissen schafft Zukunft – Demonstration für die Ausfinanzierung der staatlichen Hamburger Hochschulen
am 11.06.2026
Demonstration: Start an der Uni Hamburg um 14 Uhr, Hauptgebäude, Edmund-Siemers-Allee 1
Kundgebung und gemeinsame Anreise von der HAW Hamburg um 13 Uhr, Berliner Tor 5
Es reicht uns!
Seit Jahren weigert sich der Hamburger Senat, der HAW Hamburg ausreichende Mittel für ihre Aufgaben in Forschung und Lehre bereitzustellen. Die Lage spitzt sich immer weiter zu! Dies führt zu drastischen und irreversiblen Schäden.
- Fehlendes Personal und Reduzierung der Sachmittel führt zu Laborschließungen, weniger Tutorien und negativen Folgen bei den Orientierungseinheiten
- Vakanzpflicht und Braindrain führen zu hoher Belastung der Beschäftigten, von denen Viele bereits jetzt über ihren Belastungsgrenzen arbeiten, mit negativen Folgen für ihre Gesundheit
- Fehlende Infrastruktur (Schlechter Zustand z.B. des Gebäudes Armgartstraße, fehlende Steckdosen)
- Die Zahl der Studienplätze droht erheblich gesenkt zu werden. Nicht bloß einzelne Lehrveranstaltungen, sondern ganze Studienrichtungen wie Textildesign verschwinden.
Als Beschäftigte und Studierende nehmen wir diese Angriffe auf unsere Arbeits- und Studienbedingungen und damit auf eine verantwortungsvolle Wissenschaft nicht hin.
Wir fordern eine bedarfsdeckende Finanzierung. Das bedeutet:
- die sofortige Erhöhung des jährlichen staatlichen Grundetats der HAW um mind. 10 Mio. €
- die zukünftige dynamische Anpassung des Grundetats mindestens in Höhe der realen Kostenentwicklungen für Tarifsteigerungen, Sachkosten (Inflation) und zusätzliche Aufgaben
Ausreichende Mittel für die grundlegende Daseinsvorsorge und Bildung nützen allen:
Eine bedarfsdeckende staatliche Grundfinanzierung ist die Basis des demokratischen Grundrechts der Wissenschaftsfreiheit. Diese soll gewährleisten, unabhängig von Interessen privater Geldgeber Wissenschaft im Dienst der Gesellschaft betreiben zu können; das heißt u.a. mit inklusiver Bildung für die Stärkung demokratischer Haltung und die Überwindung sozialer Ungleichheit zu arbeiten; für die Überwindung von Kriegen und für Frieden zu wirken; zur Bewältigung der Klimakrise beizutragen. Zudem generiert jeder in Wissenschaft investierte Euro nahezu doppelt so hohe Einnahmen.
Die Unterfinanzierung ist nicht alternativlos. Sie ist Folge einer falschen politischen Prioritätensetzung, bei der trotz wirtschaftlichen Wachstums und steigenden gesellschaftlichen Reichtums die Ausgaben für Bildung, Soziales, Kultur und Gesundheit – nun noch verschärft im Zuge der voranschreitenden Militarisierung – immer weiter verknappt werden. Eine Kehrtwende ist nötig und möglich, denn Hamburg ist eine wohlhabende Stadt! Wie schon im Jahr 2011, als über 10.000 Studierende und Beschäftigte vor das Rathaus zogen und die damals drohenden Kürzungen abwenden konnten, ist es nun erneut Zeit: erhöhen wir den Druck auf die politischen Verantwortlichen, verschaffen wir uns Gehör!