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Lesestoff, Brennstoff, Zündstoff – Lesung aus 1933 verbrannter Literatur

Was können wir aus der Literatur, die bereits den Nazis gefährlich war, für heute lernen?
Im Mai 1933 verbrannten faschistische Studentenorganisationen in ganz Deutschland u. a. die Werke humanistischer, pazifistischer und kommunistischer Autor:innen. Damals gingen die Schriften von Thomas Mann, Carl von Ossietzky, Rosa Luxemburg, Anna Seghers, Kurt Tucholsky, Erich Maria Remarque, Karl Marx und vielen anderen in Flammen auf.
Warum? Weil die Nationalsozialisten ihre aufklärerischen Gedanken fürchteten. Weil diese Texte für eine gerechtere, solidarische Welt eintraten. Und weil sie – damals wie heute – unbequem sind.
Am 30. Mai 1933 verbrannten NS-Studierende in Hamburg die Werke zum zweiten Mal. Auf dem damaligen Lübecker Torfeld, wo sich heute der Campus Berliner Tor der HAW Hamburg befindet! Denn die erste Bücherverbrennung am Kaiser-Friedrich-Ufer war buchstäblich ins Wasser gefallen.
Unsere offene Lesung soll an die verbrannten Bücher erinnern. Aber vor allem daran, dass ihre Inhalte noch immer „Zündstoff“ (Erich Kästner) für unsere Gegenwart sind. Lasst uns gemeinsam lesen, lernen und streiten – für eine menschenwürdige Welt.
Alle sind herzlich eingeladen mitzuhören, mitzulesen und mitzulernen!
Wann: Dienstag, 2. Juni 2026, 12 bis 16 Uhr
Wo: Lohmühlenpark, vor dem Gebäude Berliner Tor 5
Gemeinsame Vorbereitung: Freitag, 22. Mai, im AStA der HAW Hamburg