Der Allgemeine Studierendenausschuss der HAW Hamburg verurteilt den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels auf den Iran. Wir rufen alle dazu auf, sich zu engagieren: Stoppt den Krieg!

Am Morgen des 28.02.2026 haben die USA und Israel völkerrechtswidrig den Iran angegriffen. Berichten zufolge wurden rund 30 Orte im Iran zu Kriegszielen, darunter Teheran, Qom, Tabriz und Kermanshah. Durch einen dieser Raketenangriffe wurde eine Mädchenschule in Hormusgan zerstört, bei dem mindestens 70 Schülerinnen getötet wurden.

Der Angriff findet mitten in Verhandlungen über das Atomprogramm des Irans statt, bei denen bisher zwar keine Einigung, aber Fortschritte erzielt werden konnten. Diese sind durch den Angriff gefährdet.

Für die Menschen im Iran, die für ihre Befreiung von einer menschenverachtenden Diktatur kämpfen, bedeutet das eine Verschärfung der Lebenssituation. Dort formiert sich trotz Gewaltherrschaft ein Verbund progressiver Kräfte, um Freiheit, Gleichheit, soziale Gerechtigkeit und eine würdige Entwicklung für alle zu erkämpfen. Dieser Kampf wird jedoch von den USA, Israel und der EU instrumentalisiert für offene imperialistische Aggression für einen Regimewechsel im Iran. Real verschlechtert dies massiv die Lebens- und Kampfbedingungen der Menschen für eine selbstbestimmte Zukunft und muss sofort beendet werden.

Getragen wurden die Proteste vor allem durch die Jugend. Zentrale Schauplätze waren und sind weiterhin die Universitäten. “Die Student*innen sind die Kinder dieser Geschichte. Es ist nur natürlich, dass Slogans wie „Weder Pahlavi noch Führung; Freiheit und Gleichheit“ aus dem Herzen der Universität aufsteigen und dass „Frau, Leben, Freiheit“ widerhallen”, so die gemeinsame Erklärung der Universität Teheran – Daneshjo und der unabhängigen Studentenvereinigung von Beheshti.

Als freier Zusammenschluss von Student*innenschaften solidarisieren wir uns mit der Bewegung und unseren iranischen Kommiliton:innen, die “durch interne Debatten zu konkreten Vorschlägen und zu kollektiven Vorstellungen für die Zukunft des Iran gelangen [wollen]; eine Zukunft, in der Freiheit und Gleichheit Hand in Hand gehen und die Befreiung der Frauen und das Ende der geschlechtsspezifischen Unterdrückung die treibende Kraft für Veränderungen” kämpfen. Wir solidarisieren uns auch mit unseren in Deutschland lebenden iranischen Kommiliton:innen, die kaum Kontakt zu ihren Angehörigen herstellen können, die neben dem Studium nun auch einer hohen emotionalen und psychischen Belastung ausgesetzt sind und sich auch die Verlängerung der Visa deutlich verschlechtert hat.

Wir sagen:

  • Stoppt den völkerrechtswidrigen Krieg der USA und Israels gegen den Iran.
  • Für internationale (nukleare) Abrüstung, für die ein friedlicher, wissenschaftlicher Austausch notwendig ist.
  • Keine Waffenlieferungen und keine militärisch relevante Zusammenarbeit – nicht mit Israel oder den USA, nicht mit anderen Staaten!
  • Unterstützung von iranischen Studierenden in Deutschland


In diesem Sinne intensivieren wir unser Engagement für Zivilklauseln, internationale Kooperationen und Wissenschaft für zivile Konfliktlösung, Diplomatie und eine gerechte, zivile Entwicklung weltweit. In internationaler Solidarität müssen Universitäten und Hochschulen unmissverständlich für die Verwirklichung des Völkerrechts eintreten. Das Gewaltverbot und die Verwirklichung der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Rechte aller Menschen bilden eine Einheit!