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"FREIHEIT IST DAS RECHT, ALLES ZU TUN, WAS ANDEREN NICHT SCHADET." PIERRE J. PROUDHON
AKTUELLES
Stellungnahme zu Campuls

Im Dezember 2022 hat das Studierenden Gesundheitsmanagement Campuls eine Umfrage unter allen Studierenden der HAW gestartet. Innerhalb dieser Studie wurde unter anderem das Geschlecht der befragten Personen abgefragt; leider in einer biologistischen und transfeindlichen Formulierung. Die Kritik an dieser Formulierung haben wir als AStA direkt nach Erscheinen der Umfrage im persönlichen Gespräch mit Campuls geäußert und queer-freundliche Alternativen genannt.

Uns als AStA ist es sehr wichtig, dass solche Diskriminierungen vermieden werden. Uns ist es ein Anliegen, Kritik respektvoll zu üben und fehlerfreundlich - besonders im Falle von Unwissenheit - Menschen die Möglichkeit zu geben ihre Fehler zu reflektieren, sich zu entschuldigen und daraus nachhaltig zu lernen.

Im Rahmen des Austauschs zwischen Campuls und AStA-Referent*innen hatten wir den Eindruck, dass die Kritik bei Campuls angenommen wird und eine Lernbereitschaft besteht. Campuls ging auf die Bitte einer öffentlichen Stellungnahme ein.

Nun gibt es eine öffentliche Aussage von Campuls und wir sind entsetzt, was dabei rausgekommen ist.
Campuls hat auf Instagram einen Post veröffentlich, in dem es um die Umfrage geht.

Auf der Titelfolie steht „Danke fürs Mitmachen!“. Auf der dritten Folie mit der Titelfrage „Was haben wir gelernt?“ wird schließlich angedeutet, dass es Kritik in Bezug auf queere Themen in der Umfrage gab. Die Formulierung hierzu: „Hierzu haben uns nach dem Start der Befragung Rückmeldungen aus der Queer-Community erreicht, vielen Dank dafür.“. Der Aspekt, dass es sich bei den Rückmeldungen um Kritik an diskriminierenden Inhalten handelte, wird komplett verschwiegen. Weiter heißt es „Das Thema ist uns wichtig und wir freuen uns, dass wir dazu mit dem Queer-Referat vom AStA im Austausch sind“. Um welches Thema es geht, wird dabei nicht deutlich. Zum Schluss wird noch die Verantwortung von sich gewiesen, indem impliziert wird, dass sich die Betroffenen diskriminiert, ausgeschlossen oder getriggert fühlen. Es gab im Vorwege das Angebot vom AStA, den Post anzusehen, um vor der Veröffentlichung ein Feedback zu geben; das wurde von Campuls abgelehnt.

Wir finden in dem Post keine Entschuldigung für die diskriminierenden Inhalte und auch keine Einsicht des Fehlers. Studierendengesundheit ist ein sehr wichtiges Thema und gerade deshalb stellt sich uns die Frage: Wie wertvoll kann ein Studierendengesundheitsmanagement sein, welches einzelne ohnehin schon marginalisierte Gruppen von Studierenden ausschließt?

Wir werden die Zusammenarbeit mit Campuls bis auf Weiteres einstellen.

"FREIHEIT IST DAS RECHT, ALLES ZU TUN, WAS ANDEREN NICHT SCHADET." PIERRE J. PROUDHON
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