Der von den USA und Israel begonnene Angriffskrieg auf den Iran betrifft uns alle.

In einer Erklärung der sogenannten E3-Staaten (Deutschland, Frankreich und Italien) vom 01. März 2026 heißt es: »Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen. Dies kann potentiell auch, falls notwendig, das Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören.«

Von welchen Interessen ist dort die Rede? Als Mitglieder der HAW und Studierende können wir sagen, dass es nicht in unserem Interesse ist Länder und die Menschen, die dort leben anzugreifen. Im Gegenteil liegt uns etwas daran mit vereinten Kräften den Klimawandel zu stoppen, die Armut zu beenden und eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen aufzubauen. Dafür braucht es gute Studienbedingungen und wissenschaftliche Kooperationen auf Augenhöhe. Damit das gelingt, braucht es staatliche Investition in Bildung und Sozialstaat anstatt Rüstung.
Auch sind wir als Mitglieder einer öffentlichen Hochschule durch das Völkerrecht dazu verpflichtet „durch Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Völkern in Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Wahrung des Friedens und der Sicherheit beizutragen, um in der ganzen Welt die Achtung vor Recht und Gerechtigkeit, vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten zu stärken, die den Völkern der Welt ohne Unterschied der Rasse*, des Geschlechts, der Sprache oder Religion durch die Charta der Vereinten Nationen bestätigt worden sind.“

Was heißt das konkret für uns? Im Vergleich zu klassischen Universitäten zeichnen sich Hochschulen für Angewandte Wissenschaften u.a. durch eine stärkere Berufsorientierung und Nähe zu Unternehmen aus. Viele Studiengänge, die es an der HAW gibt, sind eng mit Unternehmen verflochten. Zu nennen sind explizit Ingenieursdisziplinen und Wirtschaft. Daher haben wir als Studierende einer HAW eine besondere Verantwortung kritisch auf Unternehmensziele und ihr (globales) Agieren zu schauen.

Wir, Studierende der HAW Hamburg wollen uns nicht an dem Export von wirtschaftlicher und militärischer Gewalt in die Welt beteiligen!

Es ist an uns unser Studium nach humanistischen und nachhaltigen Interessen mitzugestalten und uns für zivile Forschung, sowie Kooperationen der Hochschule einzusetzen.

In diesem Sinne schließen wir uns der Stellungnahme „Für Freiheit, Gleichheit, Solidarität – im Iran und überall! Stoppt den Krieg! Waffenstillstand sofort!“ des Referats für internationale Studierende des AStA der Uni Hamburg an.

Link-Adresse (PDF-Download): https://risunihamburg.com/wp-content/uploads/2026/03/ris_info_iransoli_0326.pdf


Link Homepage: https://risunihamburg.com/2026/03/04/fur-freiheit-gleichheit-solidaritat-im-iran-und-uberall-stoppt-den-krieg-waffenstillstand-sofort/