Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg
(Lehr-)Veranstaltungen zum 80. Jahrestag der Befreiung
Albert Einstein:
"Gibt es einen Weg, die Menschen vom Verhängnis des Krieges zu befreien?"
Antwort von Sigmund Freud:
"Alles, was die Kulturentwicklung fördert, arbeitet gegen den Krieg."
"Was für eine Welt könnten wir bauen, wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt, für den Aufbau einsetzen! Ein Zehntel der Energien, ein Bruchteil des Geldes wäre hinreichend, um den Menschen aller Länder ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen."
Albert Einstein
Aufruf zur aktiven Gestaltung einer demokratischen und friedlichen Zukunft
Am 8. Mai 2025 jährt sich die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht gegenüber der Anti-Hitler-Koalition zum 80. Mal. Dieses Datum markiert nicht nur das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung vom deutschen Faschismus, sondern mahnt uns auch, dass die Unterdrückung des Menschen durch den Menschen endgültig aufhören muss. Die Gründung der Vereinten Nationen, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und das Grundgesetz mit seinen antifaschistischen Fundamenten sind Konsequenzen aus dieser Geschichte. Doch Gesetze allein schaffen keine gerechte Welt – sie müssen gelebt, verteidigt, gestaltet und weiterentwickelt werden!
Hochschulen als Orte demokratischer Verantwortung
Wissenschaft ist nicht neutral!
Bildungseinrichtungen tragen eine besondere Verantwortung. Hochschulen sind nicht nur Orte der Wissensvermittlung, sondern auch Motoren gesellschaftlicher Entwicklung. In den Jahren 1933–1945 wurden sie jedoch nicht nur zur Rechtfertigung von Kriegen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit missbraucht. Aus dem Widerstand gegen dieses Unrecht müssen wir lernen. Damit Wissenschaft nie wieder zur Legitimation von Unterdrückung, Krieg und Ausgrenzung instrumentalisiert wird, bedarf es einer konsequenten zivilen, friedlichen und sozialen Orientierung aller wissenschaftlichen Bereiche.
Wissenschaft und Forschung dürfen nicht losgelöst von ethischer Verantwortung betrachtet werden. Jede Erkenntnis hat gesellschaftliche Konsequenzen.
Daher fordern wir alle dazu auf, gemeinsam mit uns zu wirken für:
- die kritische Reflexion der eigenen Fach- und Hochschulgeschichte und ihrer Rolle in autoritären Strukturen,
- die konsequente Verankerung antifaschistischer, friedens- und demokratiefördernder Inhalte in Lehre und Forschung,
- den aktiven Widerstand gegen menschenverachtende Ideologien, insbesondere gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form der Diskriminierung,
- die Stärkung von Bildungsangeboten zu Friedensforschung, nachhaltiger Entwicklung und globaler Gerechtigkeit,
- eine offene Debatte darüber, wie Wissenschaft und Technik konstruktiv für eine gerechte Weltgesellschaft genutzt werden können.
Gestaltung einer besseren Zukunft – Utopien werden Wirklichkeit
Hochschulen müssen Orte der Veränderung sein! Wissenschaft und Bildung dürfen sich nicht in theoretischen Diskussionen verlieren, sondern müssen konkrete Lösungen für eine gerechtere, friedlichere Welt entwickeln.
Wir brauchen:
- eine solide Finanzierung der Hochschulen und ein BAföG für alle – Bildung darf kein Privileg sein,
- Forschung, die sozialen und humanen Maßstäben folgt,
- Technologien für den Frieden statt für das Militär,
- ein Bildungsumfeld, das Widerstandsfähigkeit gegen Manipulation und Populismus fördert – durch interdisziplinäre Ansätze, die kritisches Denken und das Verständnis für Zusammenhänge stärken,
- eine aktive Hochschulgemeinschaft, die gesellschaftliche Veränderungen mitgestaltet – durch Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, z. B. zu Frieden, Menschenrechten oder Nachhaltigkeit,
- die Förderung internationaler und interkultureller Zusammenarbeit, um voneinander zu lernen und global vernetzt an einer gerechten Zukunft zu arbeiten. Globale Vernetzung für Gerechtigkeit statt Konkurrenz!
Widerstand beginnt im Alltag: durch couragiertes Handeln, kritisches Denken und gemeinsames Engagement. Jede*r kann einen Beitrag leisten – sei es durch die Teilnahme an Veranstaltungen, eigene Forschungsprojekte oder die Vernetzung mit zivilgesellschaftlichen Initiativen.
Aufruf zur aktiven Teilnahme – Gestalten wir unsere Hochschule als Ort des Widerstands!
Mit einem vielfältigen Programm aus (Lehr-)Veranstaltungen, Projekten, kulturellen Events, Gedenkformaten und Lesungen würdigen wir den historischen Widerstand und ziehen daraus Konsequenzen für unser heutiges Handeln. Alle Mitglieder der Hochschule sind eingeladen, sich mit eigenen Beiträgen und Ideen an der Gestaltung zu beteiligen.
Machen wir gemeinsam die HAW zu einem lebendigen Ort des demokratischen, antifaschistischen und friedensfördernden Engagements! Es liegt an uns allen, die Lehren aus der Geschichte aktiv umzusetzen und eine Zukunft zu gestalten, in der Krieg und Faschismus keinen Platz haben.
Kontakt für Nachfragen, Anregungen und Mitgestaltung:
AG Antifa der HAW Hamburg
Insta: antifa_hawhamburg
Mail: antifa-haw@outlook.de
AStA der HAW Hamburg
Insta: astahawhh
mail: antifaschismus@asta.haw-hamburg.de